
Der Solarverband Bayern e.V. setzt sich für die Nutzung der Solarenergie (elektrisch und thermisch), deren Speicherung und für eine schnellstmögliche 100%ige Versorgung aus Erneuerbaren Energien ein.
Marktdaten Solarstromanlagen Bayern
>>Solarenergie, heute schon die größte Stromversorgung Bayerns<<
Marktdaten Solarstromanlagen Bayern
Merklich verlangsamt sich in Bayern der Solarstrom-Zubau 2026 und folgt damit dem bundesweiten Trend.
Obwohl 3 Monate sogar die Vorjahresmonate übertroffen haben, so kann dies den Einbruch besonders im Februar nicht auffangen ( 142,4 MW zu 638,6 MW Vorjahresmonat).
Für den Juni wird sich die Zahl von 212,7 MW noch deutlich erhöhen (Meldezeitraum läuft bis 31.7.)
Der Zubau liegt aktuell bereits höher als in den gesamten Jahren 2020 und 21 und wird auch sicherlich 2022 übertreffen, doch voraussichtlich nicht die letzten 3 Jahre übertreffen

Die Anlagenanzahl liegt im 1 HJ mit 60283 Einheiten, inclusive der weiterhin beliebte steckbarer Solaranlagen, deutlich hinter den Vorjahren.
(197.000 = 2024; 149.000 = 2025). Vorzieheffekte sind darin sicherlich bereits enthalten aufgrund der Nachrichten aus Berlin bzgl. Zukunft der EEG-Vergütung.
Auch die Treibstoffpreise die einen Wechsel zur Mobilität verstärken werden auch den Bau neuer Solaranlagen unterstützen.
Der Großteil der Leistung ist mittlerweile zunehmend den Freiflächen-PV geschuldet.
Diese 67 % bzw. 342 Anlagen hatten eine Leistung von mehr als 500 kWp.
Diese Verschiebung zu größeren PV-Anlagen ist auch auf deutliche längere Genehmigungsphase (typisch 1-3 Jahren) zurückzuführen.

Von den insgesamt 1.567 MWp für dieses 1. Halbjahr , beinhalten diese 342 Anlagen > 500 kWp eine Summe 1.048 MWp.
Große Anlagen tragen nun doppelt so stark zu den Ausbauzielen für Solarstrom in Bayern bei.

Im Januar und besonders Februar kam deutlich weniger neue Solarstromerzeugungskapazität ans Netz wie 2025. In den Folgemonaten wurden die registrierten Vorjahreswerte leicht übertroffen, konnten jedoch die fehlenden Mengen der ersten beiden Monate nicht ausgleichen. Der Juni lag bis dato unter dem Vorjahr. Die Meldefrist läuft hierzu jedoch noch bis ende Juli, sodass noch einige MW dazukommen werden.
Die Rangliste nach Landkreisen hat sich im 1. Halbjahr deutlich bewegt.

Batteriespeicher in Bayern:
Von den insgesamt 50286 Speichern mit 518,2 MW ( 1089 MWh) entfielen
54 auf Groß-Speicher > 500 kW mit 203 MW ( 400 MWh) nach den Daten des Marktstammdatenregisters.
Darin enthalten sind auch Gewerbespeicher sowie Speicher für Elektrofahrzeug-Ladeeinrichtungen
Das Verhältnis dieser Groß-Speicher zu Anschlussleistung gegenüber Photovoltaik - Großanlagen (> 500 kWp) hat sich gegenüber
2025 erkennbar verbessert.
Bleibt aber mit knapp 20 % weiterhin weit hinter der nötigen Kapazität,
um die zusätzliche Solarenergiemengen auch in die Abend und Morgenstunden zu verlagern.
Bei den Anlagen unter 500 kW PV-Leistung (519 MW) sind die Speicherleistung (315 MW) in einem besseren Verhältnis (61%).
Der Ausbau bei den großen Speichern am Mittelspannungsnetz sollte hingegen ein Vielfaches sein,
um insgesamt mehr der vorhandenen Solarenergie in Bayern nutzen zu können.
Die Genehmigungspraxis der Verteilnetzbetreiber hält jedoch weiterhin nicht Schritt.
Den selbst gesteckten Klimaziele und einen möglichst hohen Eigenversorgungsgrad für Bayern läuft dies zuwider.

Positive Ausblicke für Bayern für eine Ausweitung der Nutzung von Solarenergie.
➔ Energy Sharing beginnt nun in kleinen Schritten, das Potential damit mehr Solarstrom zu nutzen, anstelle abzuregeln, hebt sich erst merklich, wenn solche Gemeinschaften zusätzlich Speicher nutzen.
➔ Steckbare Solaranlagen direkt mit steckbaren Speichern zu kombinieren wird durch die mittlerweile niedrigen Preis zum neuen Trend. Das trägt dazu bei, solare Mittagsspitzen, ebenso zu glätten, wie den Nachtbezug aus dem Netz zu reduzieren. Doch betragen die Leistungen in Summe selbst nicht den enormen Bedarf insgesamt an Speicherkapazität zu decken.
➔ Die deutlich steigenden Zulassungszahlen für Elektro-PKW (>300.000 1 HJ), wie auch Elektro-Nutzfahrzeuge, führen in Zusammenhang mit der Ladeinfrastruktur
auch zu einem gesteigerten Interesse Erneuerbare direkt vor Ort zu nutzen (Wohnhaus, Gewerbe, Logistik Depot). Dieser Trend erschließt zusätzliche Dachflächennutzung.
➔ Ganz ähnlich verhält sich dieser o.g. Trend in Zusammenhang mit dem Einbau von Wärmepumpen im Bestand und Neubau bei Wohnungsbau und Gewerbe.
➔ Netzengpässe auch beim Anschluss von Ladeinfrastruktur treibt einen weiteren Trend - CCS-Lader mit integriertem Speicher - Auch hierbei bilden sich Option aus günstigen Solar- und Windstrom zeitversetzt zu nutzen.
Schreiben Sie uns eine Mail für weitere Fragen: info@solarverband-bayern.de