
Der Solarverband Bayern e.V. setzt sich für die Nutzung der Solarenergie (elektrisch und thermisch), deren Speicherung und für eine schnellstmögliche 100%ige Versorgung aus Erneuerbaren Energien ein.
Marktdaten Solarstromanlagen Bayern
>>Solarenergie, heute schon die größte Quelle für die Stromversorgung Bayerns<<
Marktdaten Solarstromanlagen Bayern
Nun frischt in Bayern der Solarstrom-Zubau 2026 wieder merklich auf.
Noch kann zwar der Einbruch, besonders im Februar, (143,6 MW zu 638,6 MW Vorjahresmonat) noch nicht auffangen werden.
Doch der Juli hat, mit seinen 522,7 MW (+100 MW zu Vorjahr) schon den Jahreswert verbessert.
Dieser Wert selbst kann sich noch erhöhen (Meldezeitraum läuft bis 31.8.)
Der Zubau nähert sich VJ 2023 und liegt jetzt schon höher als der Gesamtzubau 2020 - 22,
womöglich wird es gar der 3. höchste Zubau Bayerns.

Die Anlagenanzahl liegt zum 24.8.2026 mit 91839 Einheiten, inclusive steckbarer Solaranlagen, hinter den Vorjahren.
Vorzieheffekte aufgrund der Nachrichten aus Berlin bzgl. Zukunft der EEG-Vergütung + Netzpaket etc. zeigen sich jetzt.
Aktuelle Heiz- und Treibstoffpreise verstärken, aus der Sektorenkopplung kommend, den Trend zu neuen Solaranlagen.
Der Großteil der neuer Leistung ist in diesem Jahr den Freiflächen-PV zuzuschreiben.
Diese 68 % bzw. 513 Anlagen hatten eine Leistung von mehr als 500 kWp.
91326 Anlagen hatten jeweils weniger als 500 kWp - Summe 812 MW.
Speicher sind dort, anders als beim Segment bis 25 kWp, trotz Privilegierung für die Errichter dennoch bürokratisch anspruchsvoll.

Von den insgesamt 2.577 MWp bis 24.8.26 , beinhalten diese 513 Anlagen > 500 kWp eine Summe 1.765 MWp.
Große Anlagen tragen nun doppelt so stark zu den Ausbauzielen für Solarstrom in Bayern bei.

Im Januar, Februar, und Juni kam weniger neue Solarstromerzeugung ans Netz wie in den Vorjahresmonaten 2025.
Die übrigen Monate übertrafen jeweils den Vorjahreswert.
Summiert liegt der aktuelle Wert rund 10 % hinter 2025. Die Meldefrist beläuft sich hierfür stets 1 Monat, sodass noch einige MW dazukommen werden.
Die Rangliste nach Landkreisen stabilisiert sich nun zunehmend.
Dennoch haben sehr große Anlagen noch guten Einfluss.

In Bayern sind nun insgesamt 33.300 MW Solaranlagenleistung am Netz,
sowie 2.821 MW Windkraft.
Energieerträge und Marktwert Solar:
Mit 67 TWh von ca. 182 TWh erneuerbarer Strom, setzte sich Solarstrom in den ersten 7 Monaten nun auch bundesweit an die Spitze der EE.
In Bayern ist der relative Anteil deutlich höher. Da gesicherte Daten nur aus der öffentliche Stromversorgung vorliegen,
kommen aus Eigenverbrauch nochmals weitere Anteile hinzu, gerade aus dem Heimsektor, aber zunehmend auch im gewerblichen Bereich.
Diese mittlerweile große eigengenutzten Energiemengen kommen nicht mehr über Zähler ins öffentliche Netz und
tauchen nicht mehr bei "Daten zur öffentlichen Stromversorgung" auf.
Der Marktwert Solar, welcher für Anlagen größer 100 kW und ausgeförderte Anlagen (Ü20) relevant ist,
überraschte im Juni mit 6,190 Cent/kWh und im Juli 5,226 Cent/kWh.
Dieser relative hohe Wert, trotz vieler sonnigen Tage, unterliegt etliche Faktoren- Höhere Strompreise in Ost-Europa,
fehlende Kühlleistung für Großkraftwerke in der EU und vielen weiteren Einflüssen könnten genannt werden.
Batteriespeicher in Bayern:
Von den insgesamt 70.849 Speichern mit 688,9 MW und mit 1,32 GWh Kapazität entfielen
64 auf Groß-Speicher > 500 kW mit 251 MW, nach den Daten des Marktstammdatenregisters.
Täglich werden damit große Energiemengen zeitversetzt genutzt. Dies könnte zudem noch deutlich verbessert werden,
wenn deren vorhandene Kapazität auch im Netzbetrieb eingesetzt wird.
Das Verhältnis dieser Groß-Speicher zu Anschlussleistung gegenüber Photovoltaik - Großanlagen (> 500 kWp) hat sich gegenüber
2025 verbessert. Bleibt aber mit rd 14 % weit hinter der nötigen Kapazität, um mehr Solarenergiemengen in die Abend und Morgenstunden zu verlagern.
Anteilsmäßig kommt also mehr Solarkapazität an das Netz, als zwischengespeichert werden kann. Der Anteil zeitgleicher Nutzung steigt jedoch ebenfalls merklich,
durch deutlich zunehme flexible Lasten, wie sie aus dem Gewerbe und auch der eMobilität (zusätzliche rd 1 TWh in 2026) bekannt sind.

Ausblicke Bayern zur Nutzung von Solarenergie und Erneuerbare.
➔ Sektorenkopplung wirkt sich zunehmend aus. Die vielen Stunden niedrigster Börsenpreise treiben dies ebenso, überwiegend im Gewerbe, wie die hohen Preise fossiler Energieträger. Die Energiemenge hierzu sind kaum statistisch erfassbar. Beispielsweise lassen sich für die 450.000 Neuzulassungen bei 2500 kWh Jahresverbrauch gut 1 TWh zusätzlicher Strombedarf abschätzen, welcher zum überwiegenden Anteil direkt aus Solarenergie gedeckt wird.
➔ Steckbare Solaranlagen (800 W) direkt mit steckbaren Speichern zu kombinieren, ist nun im EEG 2027-V hinterlegt. Diese können auch zum Nachrüsten für kleine ausgeförderte Anlagen genutzt werden. Sie glätten Mittagsspitzen, wie auch den Nachbezug aus dem Netz. Zur Intersolar haben zahlreichen Unternehmen diese kleinen Speicher vorgestellt.
➔ Lt. Bundesnetzagentur erlangt die Festlegung zur Marktintegration von Speichern und Ladepunkten (MiSpeL) am 1.10,2026 Gültigkeit.
Damit öffnet sich nun für private wie gewerbliche Erzeuger die rechtlich Nutzung ihrer Speicher auch für das Einspeisen ins Netz.
Gerade Heimspeicher sowie moderne Elektrofahrzeuge können damit einen Zweitnutzen realisieren und einen Beitrag, Solarenergie zeitversetzt zu nutzen, leisten.
Für das Solar-Handwerk und Hersteller, wie auch für die Netzbetreiber bedeutet dies ein zusätzliches Kompetenzfeld in der Umsetzung.
Ziel, den Anteil vorhandener erneuerbare Energie erweitert zu nutzen.
Schreiben Sie uns eine Mail für weitere Fragen: info@solarverband-bayern.de