Der Solarverband Bayern e.V. setzt sich für die Nutzung der Solarenergie (elektrisch und thermisch), deren Speicherung und für eine schnellstmögliche 100%ige Versorgung aus Erneuerbaren Energien ein.

Marktdaten Solarstromanlagen Bayern

Nachdem in Bayern der Solarstrom-Zubau 2025 nochmals zum Vorjahr zugelegt hatte
ist nun der bundesweite Trend einer rückläufigen Installationsleistung auch in diesem Bundesland sichtbar.

Die Anzahl der Anlagen ging 2026, trotz hoher Beliebtheit von steckbarer Solaranlagen, auch in Bayern um 25 % zurück (197.000 = 2024; 149.000 = 2025)
Den Leistungszuwachs war die Zunahme von Freiflächen-PV geschuldet. 69 % der Anlagen hatten eine Leistung von mehr als 500 kWp.
2026 verstärkt sich nun diese rückläufige Entwicklung. Die Anzahl der Anlagen im 1. Quartal fiel auf 20970 Einheiten.
(Nachmeldung für März 2026 sind bis Ende April Verodnungskonform)
Auch die weitere Verschiebung zu größeren PV-Anlagen zeigt dieses Bild,
da diese Anlagen eine deutliche längere Genehmigungsphase haben.

Von den insgesamt 669 MWp für dieses 1. Quartal, beinhalten 179 Anlagen > 500 kWp eine Summe 491 MWp.
Damit liegt dieser Wert unter den Jahren 2023-25 und über den Jahren 2020-22.

Die Rangliste nach Landkreisen ist Anfang des Jahres noch sehr bewegt.

Batteriespeicher in Bayern: 
Von den insgesamt 19.131 Speichern mit 228 MW ( 401 MWh) entfielen
27 auf Groß-Speicher > 500 kW mit 103 MW ( 212 MWh)  nach den Daten des Marktstammdatenregisters.
Darin enthalt sind auch Gewerbespeicher,,
Das Verhältnis dieser Groß-Speicher zu Anschlussleistung gegenüber Photovoltaik - Großanlagen (> 500 kWp) hat sich gegenüber
2025 erkennbar verbessert.
Bleibt aber mit 21 % weithin weit hinter der nötigen Kapazität, um die zusätzliche Solarenergiemengen auch in die Abend und Morgenstunden zu verlagern.
Während bei den Anlagen unter 500 kW PV-Leistung und Speicherleistung ausgeglichen sind,
ist dies bei den großen Anlagen, die oftmals auch keine Eigenverbrauch nutzen, nur zu 1/5 der Fall.
Die Ausbau bei den großen Speichern am Mittelspannungsnetz sollte ein Vielfaches sein,
um insgesamt mehr der vorhandenen Solarenergie-Kapazität in Bayern nutzen zu können.
Dem stehen genügen Antrage dafür Gegenüber.
Die Genehmigungspraxis der Verteilnetzbetreiber hält jedoch weiterhin nicht Schritt.
Den selbst gesteckten Klimaziele und einen möglichst hohen Eigenversorgungsgrad für Bayern läuft dies zuwider.
Positive Ausblicke für Bayern für eine Ausweitung der Nutzung von Solarenergie. 
➔ Mit der Neufassung der VDE N-AR 4105 (3/2026) wurde mehr Klarheit bei den steckbaren Solarstromanlagen geschaffen.
Eine Einspeiseleistung von 800 W ist dort benannt und kann, mit passenden Speicher und ausreichend Modulen, besser über den Tag verteilt werden.
Die passenden Produkte hierfür erfahren weiterhin ein gesteigertes Preis/Leistungsverhältnis und erhöhte Verfügbarkeit.
➔ Zudem erhöht sich auch das Angebot von steckbare AC-Speicher zur einfachen Nachrüstung bei ausgeförderten Anlagen (Ü20) deutlich.
Mit der enthaltenen Zeitsteuerung kann sehr unkompliziert die Eigenstromnutzung deutlich erhöht werden ( Bspw. 10:00 -15:00 laden - 18:00 - 8:00 entladen)
➔ Die vorhandene Entwurf der BNetzA "Fest­le­gung zur Mark­tin­te­gra­ti­on von Spei­chern und La­de­punk­ten (MiS­peL)“ stehen für das 2 Quartal zur Umsetzung an.
Dieser regelt u.a. Elektrofahrzeugen und Heimspeichern für zeitversetzte Netzeinspeisung zu nutzen, wie es im EEG 2/2025 bereits enthalten ist.

Das Positionspapier des BEE ist hier zu finden: https://www.bee-ev.de/service/publikationen-medien/beitrag/bee-positionspapier-10-schluesselmassnahmen-zum-monitoringbericht-eeg-2027

Wichtig für das Erreichen der Ausbauziele ist, dass der Trend zu einem immer höheren Freiflächenanteil bei der PV nicht weiter forciert wird. Für die Realisierung von PV-Anlagen an Gebäuden sollte deshalb nicht weitere Verunsicherung durch z. B. den Wegfall der Einspeisevergütung erzeugt werden, siehe hierzu das Positionspapier des BSW: https://www.solarwirtschaft.de/wp-content/uploads/2025/10/251024_Positionspapier_Gebaeude.pdf

Schreiben Sie uns eine Mail für weitere Fragen: info@solarverband-bayern.de